„Gemeinsam aktiv für Menschenrechte in der Mode und der Umwelt“

Ein Projekt der Oberstufe der Bekleidungstechnischen Assistenten am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg Duisburg

Im Rahmen der Ausbildung „Bekleidungstechnische Assistentinnen und Assistenten (BTA)“ setzen sich die Schülerinnen und Schüler kritisch mit den Produktions- und Umweltbedingungen in der Textil- und Bekleidungsindustrie auseinander.

In einem gemeinsamen Projekt mit der Organisation femnet, die sich für die Rechte der Frauen weltweit einsetzt, haben sich die Lernenden mit dem Thema menschenunwürdige Produktionsbedingungen in der Mode auseinandergesetzt.

Dabei haben wir uns im Vorfeld des Projektes erschreckende Bilder und Videos angeschaut, wie und unter welchen Umständen die Mode gefertigt wird, die wir hier in schicken Läden „shoppen“. Dabei machte es sehr betroffen, dass unsere Outfits in unseren überquellenden Kleiderschränken unter Arbeitsbedingungen hergestellt wurden, die wir niemals akzeptieren würden. Dazu gehört, dass es in Ländern wie Bangladesch, Indien oder Afrika für die Arbeiterinnen und Arbeiter in der Textilindustrie keinen oder kaum Urlaub gibt, keine bezahlten Krankentage, keine Sozialversicherungen und kein Arbeits- sowie Kündigungsschutz existiert.

Wenn wir beim Shoppen nur die schönen Outfits im Auge haben, hat dies eine dunkle Schattenseite. Um diese bewusst zu machen, haben sich die Schülerinnen und Schüler dieses Themas in unterschiedlicher Form angenommen, um am Ende des Projektes eine kleine Ausstellung zu präsentieren. Begleitet wurde dieses Projekt von Frau Mulder, der Bildungsbeauftragten bei femnet.

In der Ausstellung sind unter anderem Plakate zu sehen, die sich mit den Themen fast fashion, Produktionsbedingungen und Tierversuchen auseinandersetzen. Um diese katastrophalen Produktionsbedingungen einzudämmen, gibt es Firmen, die nachhaltig produzieren und Qualitätssiegel wie GOTS, grüner Knopf oder fair trade vergeben. Mit diesen Firmen und Qualitätssiegeln haben sich die Schülerinnen und Schüler auseinandergesetzt. Durch Ideen wie dem minimalistischen Kleiderschrank, Kleidertauschbörse und Upcycling Outfits werden alternative, interessante und nachhaltige Vorschläge für ein verändertes Konsumverhalten gezeigt. Diese Ideenvielfalt beweist, mit wie viel Interesse und Kreativität sich die BTA Schülerinnen und Schüler mit diesem Thema auseinandergesetzt haben.

Die Fotos zeigen neben den Plakaten die umgesetzten Upcycling Ideen, wie z.B. alte Jeans bemalen, Kleider in Batikoptik umfärben, Oberteile aus Jeans und alten Stoffmasken, alte Jeans und Rucksäcke zu Taschen umgestalten, alte Socken in Stofftiere verwandeln, ein Blumentopf wird mit einer alten Jeans beklebt und viele andere Ideen.

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